Grundschüler fordern Bürgermeister heraus – und setzen Ideen durch
Eine Gruppe von Grundschülern hat kürzlich ihre Fragen direkt ins Bürgermeisterbüro getragen. Die Klasse 4b der Kunosteiner Grundschule in Engers besuchte im Rahmen des Projekts "Frag den Bürgermeister" das Neuwieder Rathaus – diesmal jedoch nicht wartend im Klassenzimmer, sondern mit einem Besuch beim Bürgermeister selbst.
Während des Treffens brachten die Kinder ihre Sorgen vor: Sie sprachen marode Sportplätze, verschlossene Anlagen und sogar gefährliche Pflanzen an. Zudem teilten sie ihre Ideen zur Aufwertung der Freizeitflächen in ihrem Viertel mit.
Los ging es mit der Frage an Bürgermeister Peter Jung, warum einige Fußballplätze in schlechtem Zustand seien und Sportanlagen oft abgeschlossen würden. Die Schüler wünschten sich mehr Möglichkeiten, außerhalb von organisierten Trainingseinheiten mit dem Ball zu spielen. Der Jugendrat sagte zu, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und Politik nach Lösungen zu suchen.
Auch auf die giftige Herkulesstaude, die an Wegen wuchere, machten die Kinder aufmerksam. Bürgermeister Jung versprach, kommunale Flächen zu prüfen und gefundene Pflanzen zu entfernen.
Über den Sport hinaus äußerten die Schüler den Wunsch, im großen Saal des Schloss-Theaters aufzutreten – nicht nur im kleineren "Jungen Schloss-Theater". Sie diskutierten mit dem Bürgermeister über Spielplatzplanungen und betonten den Bedarf an besseren Freizeitangeboten in ihrem direkten Umfeld.
Bereits zuvor hatte dieselbe Gruppe Oberbürgermeister Jan Einig in Neuwied getroffen. Dort erfuhren sie von Lars Gehendges mehr über die Arbeit des Bauamts. Der Besuch endete mit Getränken und Berlinern im Raiffeisen-Saal – eine gelungene Mischung aus politischem Lernen und praktischer Erfahrung.
Der "umgekehrte" Besuch gab den Kindern eine direkte Stimme, um ihre Anliegen und Ideen vorzubringen. Ihre Fragen führten zu konkreten Zusagen – von der Beseitigung giftiger Pflanzen bis hin zu verbesserten Sportmöglichkeiten. Die Aktion zeigt, wie junge Bürger sich aktiv in die Kommunalpolitik einbringen und Themen einfordern können, die sie bewegen.






