03 April 2026, 16:33

"Geisterrad" in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall zu mehr Sicherheit

Eine Gruppe von Radfahrern fährt eine Straße entlang, mit Zuschauern am Straßenrand, einige tragen Helme und halten Fahnen, mit Bäumen, Gebäuden, Schildern, Verkehrszeichen und einer Fahne im Hintergrund.

"Geisterrad" in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall zu mehr Sicherheit

In Zwintschöna, am Friedrichsbad, ist ein Geisterrad aufgestellt worden – an der Stelle, an der ein 64-jähriger Radfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben kam. Das weiß gestrichene Fahrrad dient sowohl als Mahnmal als auch als Aufruf für mehr Sicherheit auf den Straßen. Aktivisten fordern nun dringende Veränderungen, um weitere Tragödien zu verhindern.

Der Unfall ereignete sich am 20. Juni 2025 auf der Landesstraße 167, wo Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreicht werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Deutschlands größter Radfahrerverband, kritisiert das hohe Tempolimit als gefährlich für ungeschützte Verkehrsteilnehmer. Die Organisation verlangt eine sofortige Reduzierung auf 70 km/h an der Kreuzung Reideburger Straße / Am Friedrichsbad.

Das Geisterrad in Zwintschöna ist erst das zweite seiner Art in Sachsen-Anhalt – zuvor gab es eines in Halle. Solche Mahnmale sind weltweit zu einem Symbol geworden, das Behörden zum Handeln für mehr Verkehrssicherheit auffordert. Der ADFC wirft der Landesstraßenbaubehörde LSBB vor, auf wichtigen Strecken keine Radwege angelegt zu haben.

Die Initiative fordert zudem einen eigenständigen Radweg entlang der Landesstraße 167, um Radfahrer vom schnellen Autoverkehr zu trennen. Langfristiges Ziel ist Vision Zero – ein Verkehrssystem, in dem niemand mehr stirbt oder schwer verletzt wird. Besonders auf Landstraßen, so die Argumentation, müsse dringend gehandelt werden, um die Risiken für Radfahrer zu verringern.

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Das Mahnmal am Friedrichsbad macht die Gefahren deutlich, denen Radfahrer auf schnellen Straßen ausgesetzt sind. Mit Forderungen nach niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzungen und besserer Infrastruktur will der ADFC Sachsen-Anhalt zum Handeln bewegen, bevor weitere Menschen sterben. Das Geisterrad steht als stummer Mahner dafür, was passiert, wenn Straßen Tempo über Sicherheit stellen.

Quelle