10 May 2026, 02:19

Gasspeicherstände: Warum die Bundesnetzagentur vor Panikmache warnt

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Gasspeicherstände: Warum die Bundesnetzagentur vor Panikmache warnt

Gasspeicherstände sorgen für Diskussionen – doch die Behörden warnen vor übertriebener Sorge

Die Gasspeicherstände in Deutschland haben eine Debatte ausgelöst, doch die Aufsichtsbehörden betonen, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gebe. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, wies Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit zurück und bezeichnete die aktuelle Kritik als überzogen. Er unterstrich, dass die Gasinfrastruktur des Landes trotz niedrigerer Speicherstände als in den Vorjahren weiterhin robust sei.

In den vergangenen zwei Wochen sind die Füllstände um drei Prozentpunkte gestiegen. Zwar fordern einige, die Speicher müssten bereits bis Mitte Mai voll sein, doch Müller hielt dies für weder praktikabel noch kosteneffizient. Zwar räumte er ein, dass hohe Reserven psychologisch beruhigend wirken, doch die Dringlichkeit der Jahre 2022 und 2023 habe nachgelassen.

Die Behörde verwies darauf, dass die deutschen Kavernenspeicher bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen vollständig gefüllt werden könnten. Zudem spielten im vergangenen Winter vier Flüssiggas-Terminals an Nord- und Ostsee eine entscheidende Rolle, um die Abhängigkeit von gespeichertem Gas zu verringern. Müller betonte, dass nicht allein die Speicherstände, sondern auch die Marktakteure die Versorgungssicherheit gewährleisten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zwar bleibe die Gasspeicherung wichtig, doch ihre Bedeutung werde überschätzt, so Müller. Das System sei heute flexibler, sodass starre Vorgaben weniger entscheidend seien als früher.

Mit ihrer Haltung will die Bundesnetzagentur unnötige Panik über die Gasversorgung vermeiden. Dank der LNG-Terminals und der schnellen Befüllungsmöglichkeiten hänge die Energiesicherheit Deutschlands nicht mehr allein von den Speichermengen ab. Müllers Aussagen signalisieren Vertrauen in das aktuelle System – bei gleichzeitiger Mahnung zu einer ausgewogeneren Betrachtung der Reserven.

Quelle