04 May 2026, 20:49

FDP-Politikerin nennt SPD-Abgeordneten "russischen Schlafagenten" – Eklat löst Empörung aus

Propagandaplakat aus der Sowjetunion, das einen Mann und eine Frau mit Text über einen Konflikt zwischen zwei Ländern zeigt.

FDP-Politikerin nennt SPD-Abgeordneten "russischen Schlafagenten" – Eklat löst Empörung aus

Ein heftiger politischer Streit ist entbrannt, nachdem die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Abgeordneten Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Auslöser der Auseinandersetzung war Mützenichs Vorschlag, nach dem Beschluss der USA, Truppen und Raketen aus Deutschland abzuziehen, Rüstungskontrollgespräche mit Russland aufzunehmen. Die Wortgefechte haben scharfe Kritik von prominenten Vertretern hervorgerufen, darunter CDU-Chef Armin Laschet und der SPD-Politiker Karl Lauterbach.

Der Konflikt nahm seinen Anfang, als Mützenich den Plan der USA begrüßte, mittelstreckenfähige Raketen aus Deutschland abziehen zu wollen. Er plädierte für eine Wiederaufnahme von Abrüstungsverhandlungen mit Russland und stellte dies als notwendigen Schritt für die europäische Sicherheit dar.

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann konterte mit einer scharfen Attacke. Sie bezeichnete Mützenichs Vorstoß als „bequem für russische Kriegsverbrecher“ und behauptete, er sei „seit Jahren in einer regierungsnahen Fraktion eingebettet“. Noch weiter gehend, nannte sie ihn einen „russischen Schlafagenten“ und warf ihm vor, mit seiner Haltung seit Langem die deutsche Sicherheits- und Außenpolitik untergraben zu haben.

Ihre Äußerungen lösten umgehend empörte Reaktionen aus. CDU-Vorsitzender Armin Laschet verurteilte die Wortwahl als „in ihrer Niedertracht beispiellos“ und forderte sie auf, ihre Aussage zurückzunehmen. Strack-Zimmermann lehnte dies ab und warf Laschet vor, die eigentlichen Probleme zu ignorieren. Gleichzeitig kritisierte auch SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach ihren Angriff auf Mützenich als unbegründet.

Die Kontroverse offenbart tiefe Gräben in der deutschen Russlandpolitik. Während Mützenichs Dialogbereitschaft mit Vorwürfen einer prorussischen Haltung überschattet wird, haben Strack-Zimmermanns Vorwürfe die Spannungen innerhalb des politischen Establishments weiter verschärft. Ungeklärt bleibt, wie Deutschland künftige Sicherheitsverhandlungen gestalten wird.

Quelle