Fatma Deniz wird erste Präsidentin der TU Berlin in schwieriger Zeit
Antonio KlotzFatma Deniz wird erste Präsidentin der TU Berlin in schwieriger Zeit
Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) hat Fatma Deniz zur neuen Präsidentin ernannt. Die 43-jährige Informatikerin tritt ihr Amt am 1. April 2023 an; die offizielle Amtseinführung findet am 16. April statt – zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum 80. Gründungsjubiläum der Universität. Ihr Amtsantritt fällt in eine schwierige Phase, denn die TU Berlin steht vor drastischen Haushaltskürzungen und einem wachsenden Sanierungsstau.
Fatma Deniz wurde in München geboren und begann ihre akademische Laufbahn mit einem Informatikstudium an der TU München. 2008 promovierte sie am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und an der TU Berlin. Ihre Karriere führte sie auch zu Forschungs- und Lehrtätigkeiten nach Kalifornien, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte.
2023 wurde sie Professorin für Informatik an der TU Berlin. Ein Jahr später übernahm sie das Amt der Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Nun übernimmt sie die Präsidentschaft einer Hochschule mit rund 34.000 Studierenden (Stand Oktober 2022).
Ihre Amtszeit beginnt in einer Phase finanzieller Belastungen: Die Universität muss bis Ende 2028 ihr Budget dauerhaft um 65 Millionen Euro kürzen – das entspricht 15 Prozent der Gesamtmittel. Zudem beläuft sich der Sanierungsstau auf 2,4 Milliarden Euro.
Die offizielle Amtseinführung von Fatma Deniz findet am 16. April 2023 im Rahmen einer Feier statt, die mit dem 80-jährigen Bestehen der TU Berlin zusammenfällt. Ihr Start fällt in eine Zeit, in der die Hochschule erhebliche Anpassungen in Betrieb und Planung vornehmen muss, um den finanziellen Herausforderungen zu begegnen.






