05 June 2026, 18:18

Ex-Handelsinspektor scheitert mit Klagen gegen seine Pandemie-kritische Entlassung

Lucian Michaelis: Als 'rechts' denunziert

Ex-Handelsinspektor scheitert mit Klagen gegen seine Pandemie-kritische Entlassung

Lucian Michaelis, ehemaliger leitender Handelsinspektor in Sachsen-Anhalt, hat seinen letzten Rechtsstreit gegen seine Entlassung endgültig verloren. Die Gerichte wiesen zwar zentrale Vorwürfe gegen ihn zurück, bestätigten jedoch eine Verurteilung wegen Zeitbetrugs. Sein Fall sorgte für Aufmerksamkeit, da er sich öffentlich gegen die Pandemiepolitik stellte und Verbindungen zu umstrittenen Protesten hatte.

Michaelis arbeitete bis zu seiner Entlassung 2024 als leitender Handelsinspektor beim Landesamt für Verbraucherschutz. Die Entscheidung folgte nach Vorwürfen des Zeitbetrugs und mangelnder Leistung in nicht-fachlichen Bereichen. Zudem wurde seine öffentliche Kritik an den Impfmaßnahmen sowie seine Teilnahme an Anti-Corona-Demonstrationen als Problem angeführt.

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Im Februar 2022 nahm er an einem Fackelmarsch in Halberstadt teil, was ihm den Vorwurf einbrachte, dem „rechten Lager“ zuzuneigen. Trotz seiner Berufungen bestätigte das Verwaltungsgericht seine Entlassung und machte das Urteil damit rechtskräftig.

Michaelis, in einem lutherischen Elternhaus aufgewachsen, schöpfte während des Konflikts Kraft aus seinem Glauben. Sein Vater, Martin Michaelis, ist Pfarrer in Quedlinburg und bekannt für seine Kritik an den Pandemie-Maßnahmen sowie für seine Kandidatur als Unabhängiger mit Unterstützung der AfD. Beide Männer wurden von den Lehren Martin Luthers geprägt, insbesondere von der Überzeugung, dass das Gewissen die Moral bestimmt.

Martin Michaelis hielt seine Erfahrungen später in dem 2025 erschienenen Sammelband „Mut zum Widerspruch: Stimmen des ‚Keine Alternative‘-Widerstands“ fest. Das Buch thematisiert die Kämpfe jener, die sich während der Pandemie gegen die Regierungspolitik stellten.

Mit der endgültigen Gerichtsentscheidung endet Michaelis‘ juristischer Kampf, doch bleiben Fragen zu seiner Entlassung offen. Zwar wurde er von den schwerwiegendsten Vorwürfen freigesprochen, doch die Verurteilung wegen Zeitbetrugs bleibt bestehen. Sein Fall bleibt ein Kristallisationspunkt für Debatten über Meinungsfreiheit im Beruf, politisches Engagement und die Grenzen der freien Äußerung.

Quelle