15 March 2026, 06:26

Energiekosten überfordern Haushalte: Verbraucherzentrale in MV meldet Rekord-Anfragen

Ein Kreisdiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe, mit begleitendem Text.

Hoches Nachfrage nach Energierat - Energiekosten überfordern Haushalte: Verbraucherzentrale in MV meldet Rekord-Anfragen

Immer mehr Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern wenden sich an die Verbraucherzentrale, um Hilfe bei den Energiekosten zu erhalten. Allein im vergangenen Jahr bearbeitete die Organisation 3.565 energiebezogene Beratungen – ein deutlicher Anstieg seit 2021. Treibende Kräfte hinter der steigenden Nachfrage sind die anhaltende Energiekrise und ausgeweitete staatliche Förderprogramme.

Der Anstieg der Anfragen setzte nach 2020 ein, als die jährlichen Beratungen von etwa 5.000 auf über 15.000 im Jahr 2025 stiegen. Bundesweite Förderprogramme, darunter solche des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), spielten dabei eine zentrale Rolle. Im vergangenen Jahr steuerte das Land 927.000 Euro bei, um den Service in finanziell schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten.

Rechtliche Fragen zu Strom- und Gasverträgen rückten besonders in den Fokus – 2025 wurden 505 Fälle registriert, was einem Durchschnitt von 14 Beratungen pro Werktag entspricht. Wie Wiebke Cornelius, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betonte, bleibt die Nachfrage nach Wohn- und Energieberatung besonders hoch.

Zu den drängendsten Themen zählen derzeit Heizkostenabrechnungen, Möglichkeiten der erneuerbaren Energien und moderne Heizsysteme. Vor allem einkommensschwache Haushalte suchen Rat, um die steigenden Ausgaben zu bewältigen und ihre Rechte zu verstehen.

Die Verbraucherzentrale bleibt weiterhin auf Bundes- und Landesmittel angewiesen, um den wachsenden Bedarf zu decken. Da die Energiekosten weiterhin eine große Belastung darstellen, rechnet die Einrichtung mit anhaltend hoher Nachfrage. Die Zahlen des vergangenen Jahres bestätigen, dass Tausende in der Region weiterhin Unterstützung benötigen, um sich in den komplexen Fragen rund um Energie und Wohnen zurechtzufinden.

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