23 May 2026, 10:20

Eklat um Lotto Rheinland-Pfalz: SPD-Politiker Hering zieht nach Vetternwirtschaft-Vorwürfen zurück

Kehrtwende in Mainz: Hendrik Hering tritt zurück - Ehemaliger Landtagspräsident wird nicht doch CEO von Lotto RLP

Eklat um Lotto Rheinland-Pfalz: SPD-Politiker Hering zieht nach Vetternwirtschaft-Vorwürfen zurück

In Rheinland-Pfalz ist ein politischer Eklat ausgebrochen, nachdem Hendrik Hering kurzzeitig als einer der beiden Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz nominiert worden war. Der Plan der SPD, ihn gemeinsam mit Christian Baldauf in die gut dotierten Positionen zu berufen, stieß auf scharfe Kritik. Bereits nach einem Tag zog Hering seine Kandidatur zurück – angesichts von Vorwürfen der Vetternwirtschaft.

Der Streit begann, als die SPD Hering und Baldauf als künftige Doppelspitze von Lotto Rheinland-Pfalz vorstellte. Hering, der bis Mai 2026 Präsident des Mainzer Landtages gewesen war, räumte ein, dass die Pläne bereits seit Längerem diskutiert worden seien. Während Baldaufs Ernennung überraschend kam, war seine eigene Nominierung schon länger in Vorbereitung.

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Sowohl Oppositionspolitiker als auch die Öffentlichkeit reagierten mit sofortiger Empörung. Kritiker wie René Quante, der Geschäftsführer der Fraktion, warfen der SPD vor, hier „lukrative Posten für Parteigänger“ schaffen zu wollen. Der Bund der Steuerzahler monierte das Gehalt von rund 200.000 Euro pro Jahr als überzogen für eine Position im öffentlichen Sektor.

Hering begründete seinen Rückzug damit, dass er keine „weitere politische Enttäuschung schüren oder das Vertrauen untergraben“ wolle. Er gab zu, dass viele die Personalie als reine Parteipfründe wahrgenommen hätten. Sein Rückzug erfolgte nur 24 Stunden, nachdem die Nominierung bekannt geworden war.

Der Eklat hat die ursprünglichen Pläne der SPD durcheinandergebracht. Mit Herings Rückzug fällt einer der beiden Geschäftsführer weg, doch auch Baldaufs Ernennung bleibt umstritten. Die Debatte über politische Postenvergaben im öffentlichen Dienst wird voraussichtlich anhalten.

Quelle