Deutsche Bahn hält Fernverkehrspreise für ein Jahr stabil – trotz Inflation und Energiekrise
Stilla SagerDeutsche Bahn hält Fernverkehrspreise für ein Jahr stabil – trotz Inflation und Energiekrise
Deutsche Bahn friert Preise für Fernverkehrstickets für ein Jahr ein
Ab dem 1. Mai 2023 setzt die Deutsche Bahn die Preise für Fernverkehrstickets für ein ganzes Jahr aus. Die Entscheidung fällt in eine Zeit stark steigender Energie- und Spritkosten, die die Haushaltsbudgets vieler Menschen belasten. Unternehmenschefin Evelyn Palla bezeichnete den Schritt als Teil der umfassenden Transformation des Konzerns.
Die Preengarantie ist bereits das zweite Mal unter Pallas Führung, dass die Tarife unverändert bleiben. Bereits im Oktober 2022 hatte das Unternehmen die Flex- und Sparpreise stabil gehalten. Die aktuelle Preisstabilisierung weicht jedoch von der üblichen Praxis der Deutschen Bahn ab, die Preise sonst im Herbst anpasst.
Palla begründete die Maßnahme mit den laufenden Veränderungen im Unternehmen: "Ein Neuanfang für die Deutsche Bahn bedeutet, mehr Verantwortung zu übernehmen und neue Prioritäten zu setzen." Ziel sei es, den Kunden in einer Phase der Unsicherheit auf den Energiemärkten finanzielle Planungssicherheit zu geben.
Durch die festen Preise will der Bahnkonzern Stabilität signalisieren – zu einer Zeit, in der viele Transportkosten steigen. Der Schritt folgt auf Monate mit stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, von denen Verbraucher besonders durch hohe Sprit- und Energiepreise betroffen sind.
Die Preissperre gilt mindestens bis April 2024. Während die Inflation in vielen Bereichen weiter zunimmt, bietet die Deutsche Bahn ihren Fahrgästen damit eine seltene Phase der Preiskonstanz. Die Unternehmensführung stellt die Maßnahme als wichtigen Schritt im Rahmen der Bemühungen dar, den Konzern zu modernisieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.






