Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps: Ohne 13 Milliarden Euro fällt die Quote unter 60 Prozent
Antonio KlotzDeutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps: Ohne 13 Milliarden Euro fällt die Quote unter 60 Prozent
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken könnte, falls die Finanzierung auf dem aktuellen Niveau bleibt. Unternehmenschefin Evelyn Palla drängt nun auf eine deutliche Erhöhung der Investitionen, um einen weiteren Rückgang zu verhindern. Ohne zusätzliche Mittel werde das Unternehmen zentrale Ziele zur Verbesserung des Service verfehlen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte im vergangenen Jahr ein klares Ziel vorgegeben: Die Deutsche Bahn müsse bis Ende 2029 eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent erreichen. Interne Unterlagen zeigen jedoch, dass das Unternehmen dieses Ziel ohne weitere Unterstützung nicht erfüllen wird.
Laut eigenen Prognosen der Deutschen Bahn werden bis 2030 mindestens 13 Milliarden Euro zusätzlich benötigt. Mit diesen Mitteln könnte das Unternehmen die von Schnieder gesetzte Pünktlichkeitsmarke erreichen. Bleiben die staatlichen Investitionen hingegen auf dem aktuellen Stand, wäre zwar eine leichte Verbesserung möglich – allerdings nur um etwa fünf Prozentpunkte.
Palla betont, dass das bestehende Schienennetz dringend saniert werden müsse. Ohne die zusätzlichen 13 Milliarden Euro rechnet die Deutsche Bahn damit, dass die Pünktlichkeit weiter sinkt und noch vor 2030 unter die 60-Prozent-Marke fällt.
Die Warnung der Deutschen Bahn unterstreicht die finanzielle Lücke im deutschen Schienennetz. Werden keine weiteren Mittel bereitgestellt, wird sich die Pünktlichkeit weiter verschlechtern. Ob das 70-Prozent-Ziel bis 2029 erreicht wird, hängt nun davon ab, ob die Bundesregierung der geforderten Investition in Höhe von 13 Milliarden Euro zustimmt.






