Der Tag von Potsdam: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete
Antonio KlotzIn der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der Tag von Potsdam: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete
21. März 1933 markiert einen Wendepunkt der deutschen Geschichte. Als Tag von Potsdam bekannt, symbolisierte er den Übergang von der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur. Bis heute wird mit jährlichen Gedenkveranstaltungen an der Garnisonkirche an dieses Datum erinnert.
Der historische Händedruck zwischen Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg fand in der Potsdamer Garnisonkirche statt. Dieser Moment, in Fotografien festgehalten, galt später als Geburtsstunde des Dritten Reiches. Die Zeremonie leitete formal den Beginn der nationalsozialistischen Machtkonsolidierung ein.
Die Garnisonkirche selbst blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, diente sie später als Kapelle, bevor sie 1968 von den DDR-Behörden abgerissen wurde. Seit den 2010er-Jahren laufen Wiederaufbauarbeiten; nach wetterbedingten Verzögerungen soll die Kuppel des Turms nach Ostern 2026 fertiggestellt werden.
Das Projekt ist nicht unumstritten. Kritiker, insbesondere linke Gruppen, argumentieren, dass die Verbindung der Kirche zum preußischen Militarismus und zum Tag von Potsdam ihre Wiederherstellung problematisch mache. Befürworter wie der ehemalige Bischof Wolfgang Huber verteidigen den Neubau hingegen als Ort der Reflexion über Deutschlands Vergangenheit.
Der Tag von Potsdam bleibt ein zentrales Datum im Aufstieg der NS-Herrschaft. Jährliche Gedenkfeiern würdigen seine historische Bedeutung. Gleichzeitig hält der anhaltende Wiederaufbau der Garnisonkirche die Debatten über Geschichte, Erinnerung und Verantwortung wach.






