DAM Preis 2025 geht an das Spore Haus in Neukölln für visionäre Architektur
Antonio KlotzDAM Preis 2025 geht an das Spore Haus in Neukölln für visionäre Architektur
Das Spore Haus in Berlin-Neukölln gewinnt den renommierten DAM Preis für Architektur 2025
Das Spore Haus im Berliner Bezirk Neukölln ist mit dem prestigeträchtigen DAM Preis für Architektur 2025 ausgezeichnet worden. Entworfen vom Architekturbüro AFF Architekten, überzeugt das Gebäude durch seinen nachhaltigen Ansatz und die enge Verbindung zur lokalen Gemeinschaft. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2019 hat es sich zu einem lebendigen Zentrum für Kultur, Bildung und öffentliches Engagement entwickelt.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Franziska Furter, der Spore Initiative und AFF Architekten. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der experimentelles Design mit den Bedürfnissen der Nachbarschaft verbindet. Die Fassade des Gebäudes besteht aus recycelten und unbehandelten Materialien, während im Inneren Eichenmöbel und eine markante, stützenfreie Betondecke – die sogenannte "Spore-Decke" – seinen Charakter prägen.
Von Anfang an war das Spore Haus mehr als nur ein Bauwerk. Workshops, Ausstellungen und offene Veranstaltungen zogen Anwohner:innen an und regten Gespräche über nachhaltige Architektur an. Der angrenzende Außenbereich entwickelte sich sogar zu einer Demonstrationsfläche für Myzelzucht und Bio-Material-Kunst, was den Besucherstrom und grüne Initiativen im Viertel förderte.
Das Gebäude besticht durch seine flexible Raumaufteilung: Es beherbergt Veranstaltungsflächen, ein Café, eine Bibliothek, Ateliers und eine Dachterrasse. Einige Bereiche sind vollständig öffentlich zugänglich, andere erfüllen halböffentliche Funktionen und passen sich verschiedenen Nutzungen an. Gemeinsam mit dem benachbarten Publix-Gebäude bildet es ein neues kulturelles und bildungspolitisches Zentrum in Neukölln.
Der DAM Preis, der seit 2007 jährlich vom Deutschen Architekturmuseum verliehen wird, ehrt herausragende Bauprojekte in Deutschland. Eine Fachjury wählt den Preisträger aus einer engen Auswahl aus – in diesem Jahr ging die Auszeichnung an das Spore Haus. Die Schöpflin Stiftung, Förderin des Projekts, hatte sich einen offenen Lern-, Kultur- und Begegnungsort zum Ziel gesetzt – eine Vision, die nun bundesweite Anerkennung findet.
Die Auszeichnung unterstreicht die Rolle des Spore Haus als Vorreiter für die Transformation urbaner Räume durch durchdachtes Design. Die Kombination aus Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und architektonischer Innovation setzt neue Maßstäbe in Berlin. Das Gebäude bleibt ein lebendiger Veranstaltungsort für Workshops, Ausstellungen und Events und festigt so seinen Platz als zentraler Bestandteil der Neuköllner Kulturszene.






