06 May 2026, 06:35

Bundesbauministerium plant Milliardeneinsparungen – doch die Wohnungsnot droht zu wachsen

Eine Gruppe von Menschen geht eine Straße entlang und hält eine 'Solidarität und Feminismus'-Fahne, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bundesbauministerium plant Milliardeneinsparungen – doch die Wohnungsnot droht zu wachsen

Das Bundesbauministerium plant Kürzungen in Höhe von einer Milliarde Euro. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgegebenen Sparziele zu erreichen. Kritiker warnen jedoch, dass die geplanten Änderungen die Wohnungsnot in ganz Deutschland verschärfen könnten.

Das von der SPD-Politikerin Verena Hubertz geführte Ministerium beabsichtigt, die Wohnungsbauhilfen umzustrukturieren, um die notwendigen Einsparungen zu erzielen. Dieser Ansatz stößt bereits bei Abgeordneten und Wohnungsbauverbänden auf Widerstand.

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Sahra Mirow, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, argumentierte, dass Kürzungen bei den Leistungen mehr Menschen in die Obdachlosigkeit treiben würden. Sie kritisierte den Plan als kurzsichtig und schädlich für einkommensschwache Haushalte.

Ina Scharrenbach (CDU), Bauministerin von Nordrhein-Westfalen, forderte stattdessen eine grundlegende Reform des Systems. Sie schlug vor, die in Bundesgesetzen verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen, die ihr Bundesland jährlich 2,2 Millionen Euro kostet.

Unterdessen plädierte Mayra Vriesema von den Grünen für strengere Mietpreisbremse. Sie behauptete, dass eine Begrenzung der Mietsteigerungen den Bedarf an Wohngeld von vornherein verringern würde.

Die geplanten Kürzungen sollen die vom Finanzminister Klingbeil identifizierten Haushaltslücken schließen. Falls umgesetzt, würden die Änderungen die Verteilung von Wohnungsbauhilfen grundlegend verändern. Gegner bestehen jedoch darauf, dass eine Reform langfristige Lösungen statt bloßer Ausgabenkürzungen in den Fokus rücken sollte.

Quelle