Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer Hofs zu Kreativquartier
Stilla SagerBraunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer Hofs zu Kreativquartier
Braunschweig bereitet sich darauf vor, das Gebiet Großer Hof in ein städtisches Sanierungsgebiet umzuwandeln. Das Projekt soll die langjährige Vernachlässigung des Viertels angehen, das seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg weitgehend unverändert geblieben ist. Nach der Schließung zweier Schulen und der Dominanz von Parkplätzen in der Fläche sehen die Verantwortlichen nun dringenden Handlungsbedarf.
Die Stadtverwaltung wird Fördermittel im Rahmen des Bundes- und Landesprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen. Braunschweig stellt eigene Mittel in Höhe von 7,9 Millionen Euro bereit, während die Gesamtkosten für die Umgestaltung auf rund 60 Millionen Euro geschätzt werden. Die fehlenden Gelder sollen aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes kommen.
Geplant ist ein autofreundliches, aber verkehrsberuhigtes Kreativquartier mit Wohnraum, einem Quartiersgarage und Flächen für die Städtische Galerie. Zudem entstehen Ateliers für Künstler sowie Räume für die Kreativwirtschaft, ergänzt durch soziale Infrastruktur. Teile des Entwurfs stammen aus einem 2024 gewonnenen Wettbewerb, den ein Hamburger Architekturbüro für sich entschied.
Das Viertel liegt am Rande der Innenstadt, was den Druck für zügige Veränderungen erhöht. Die Bedingungen vor Ort haben sich zunehmend verschlechtert, sodass die Stadt nun schnell handeln muss. Bei Genehmigung würde die Umgestaltung eine grundlegende Erneuerung des Großer Hofs mit sich bringen: Neuer Wohnraum, kulturelle Einrichtungen und eine verbesserte Infrastruktur könnten das Viertel prägen. Das Projekt zählt zu den größten Sanierungsvorhaben in Braunschweig der letzten Jahre.






