Brandenburgs Schulkrise eskaliert: BSW und SPD liefern sich erbitterten Streit über Lehrkräftemangel
Antonio KlotzBrandenburgs Schulkrise eskaliert: BSW und SPD liefern sich erbitterten Streit über Lehrkräftemangel
Ein erbitterter Streit über die Bildungsfinanzierung ist in Brandenburg zwischen der BSW und ihrem ehemaligen Koalitionspartner, der SPD, ausgebrochen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Stellenstreichungen, erhöhte Unterrichtsverpflichtungen und eine sich verschärfende Lehrkräftemangel. Beide Parteien geben sich gegenseitig die Schuld an der aktuellen Krise an den Schulen.
Der Streit eskalierte, nachdem der Haushalt 2025 die Streichung von 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich vorsah. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen die meisten Lehrkräfte zudem eine zusätzliche Wochenstunde im Unterricht absolvieren. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) machte die unter der vorherigen SPD-BSW-Regierung beschlossenen Kürzungen für die Rekord-Personalnot verantwortlich, die die Schulen nun lähmt.
Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda konterte und nannte Hoffmanns Argument "lächerlich". Stattdessen machte sie die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach für die Fehlentwicklungen in der Bildungspolitik verantwortlich. Benda räumte ein, dass ihre Partei die Pläne der SPD einst unterstützt habe, bezeichnete diese Unterstützung nun aber als Fehler.
Hoffmann übernahm das Bildungsressort, nachdem die CDU die SPD abgelöst hatte, die das Ministerium mehr als 30 Jahre lang geführt hatte. Crumbach, damals noch BSW-Mitglied, hatte die Partei zuvor angeführt, bevor er unter der SPD-BSW-Koalition als Finanzminister amtierte.
Der Streit hinterlässt Brandenburgs Schulen mit weniger Lehrkräften und höheren Arbeitsbelastungen. Sowohl BSW als auch SPD distanzieren sich mittlerweile von früheren Entscheidungen, während die CDU darauf besteht, dass die heutigen Probleme auf die damaligen Kürzungen zurückgehen. Eine unmittelbare Lösung für die Personalmisere ist nicht in Sicht.






