Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und dramatischem Lehrermangel
Stilla SagerBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und dramatischem Lehrermangel
Brandenburg steht vor dem schlimmsten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Bildungsminister Gordon Hoffmann warnte, dass das Schuljahr 2025/26 den "absoluten Höhepunkt" der Krise markieren werde. Ob Schulen die vorgeschriebenen Unterrichtsstunden vollständig abdecken können, stehe keineswegs fest.
Die Lage verschärfte sich, nachdem der Haushalt 2025 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich gestrichen hatte. Dadurch wurden die meisten Lehrkräfte gezwungen, pro Woche eine zusätzliche Unterrichtsstunde zu übernehmen – was landesweite Proteste auslöste. Hoffmann räumte ein, dass sich die Personalsituation seit Beginn des aktuellen Schuljahres weiter zugespitzt habe, da bereits damals Stellen unbesetzt blieben.
Die Haushaltskürzungen haben das Problem zusätzlich verschärft. Trotz der Einschnitte kündigte der Minister Reformen an, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern. Aus den offiziellen Statistiken geht jedoch nicht hervor, wie viele Lehrkräfte genau fehlen.
Im kommenden Jahr wird Brandenburg sowohl die höchste Schülerzahl aller Zeiten als auch den größten Lehrermangel seiner Geschichte verzeichnen. Schulen kämpfen bereits jetzt darum, den Pflichtunterricht zu sichern – viele fragen sich, wie der Unterricht überhaupt stattfinden soll.
Das Bildungssystem des Landes steht unter beispielloser Belastung. Mit weniger Lehrkräften und mehr Schülern droht der Ausfall essenzieller Lehrveranstaltungen. Hoffmanns Versprechen, die Kernkompetenzen zu stärken, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Personalmangel einen kritischen Punkt erreicht hat.






