Bitcoin-Kurs nähert sich dem deutschen Verkaufsniveau – war der Ausstieg zu früh?
Bernd-Dieter RingBitcoin-Kurs nähert sich dem deutschen Verkaufsniveau – war der Ausstieg zu früh?
Deutschlands Verkauf von knapp 50.000 Bitcoin im vergangenen Jahr rückt erneut in den Fokus, da der Kurs der Kryptowährung aktuell nahe dem Ausstiegsniveau der Regierung notiert. Der Staat hatte seine Bestände zu einem Durchschnittspreis von rund 57.900 US-Dollar pro Coin veräußert und damit Milliarden erlöst. Nun, da Bitcoin bei etwa 62.000 US-Dollar gehandelt wird, hat sich die Differenz zwischen Verkaufspreis und aktuellem Wert deutlich verringert.
2024 verkaufte Deutschland insgesamt 49.858 Bitcoin für etwa 2,89 Milliarden US-Dollar. Damals lag der durchschnittliche Preis pro Coin bei 57.900 US-Dollar – ein Wert, der weit unter dem für 2025 prognostizierten Höchststand lag, wo die Lücke zeitweise über 100 Prozent betrug.
Seither hat sich der Markt gewandelt. Der Bitcoin-Kurs ist stetig gesunken und liegt nun nur noch etwa sieben Prozent über dem deutschen Verkaufsniveau. Ein weiterer Rückgang um sechs Prozent würde den Wert unter den Betrag drücken, den der Staat für seine Bestände erzielt hatte.
Der Rückgang fällt mit einer allgemeinen Marktschwäche zusammen. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten an 13 aufeinanderfolgenden Tagen Abflüsse in Höhe von 4,33 Milliarden US-Dollar, was den Preisdruck zusätzlich verstärkte.
Die schrumpfende Spanne zwischen dem deutschen Verkaufspreis und dem aktuellen Bitcoin-Kurs zeigt, wie rasant sich die Marktbedingungen ändern können. Angesichts der ETF-Abflüsse und nachlassender Dynamik notiert die Kryptowährung nun nur knapp über dem Niveau, zu dem der Staat ausgestiegen war. Ein weiterer leichter Rückgang könnte den verbleibenden Unterschied vollständig auslöschen.






