BioNTech-Gründer verlassen das Unternehmen – Aktie stürzt ins Tief
Die BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden bis Ende 2026 von ihren Führungspositionen zurücktreten. Das Duo plant die Gründung eines neuen Unternehmens, das sich auf die Entwicklung zukünftiger Medikamente auf Basis der mRNA-Technologie konzentrieren soll. Ihr Abschied hat bereits Schockwellen durch den Markt gesendet – nach der Bekanntgabe brach der Aktienkurs von BioNTech deutlich ein.
Sahin und Türeci hatten BioNTech 2007 gemeinsam mit den Strüngmann-Brüdern Andreas und Thomas sowie zwei weiteren Partnern mitaufgebaut. Trotz ihres Rückzugs aus der Unternehmensführung behalten sie ihren Anteil von etwa 15 Prozent an BioNTech.
Die Nachricht über ihren Ausstieg löste einen sofortigen Kurssturz aus. Am Tag der Ankündigung verlor die Aktie rund 20 Prozent, und bis Mitte März 2026 war der Kurs weiter auf etwa 78 bis 79 Euro gefallen – nahe an ein 52-Wochen-Tief von 72,50 Euro. Der Rückgang minderte zeitweise auch den Börsenwert des Unternehmens um einen ähnlichen Prozentsatz.
Die Strüngmann-Brüder, die etwa 44 Prozent der BioNTech-Anteile halten, zeigen hingegen keine Anzeichen für einen Rückzug. Thomas Strüngmann erklärte sogar, er habe als Reaktion auf den Kursrückgang weitere Aktien erworben. Beide Brüder sicherten zudem ihre Unterstützung für Sahins und Türecis neues Vorhaben zu. "Wir haben Ugur versprochen, dass wir sein Unternehmen unterstützen und entsprechend investieren werden", bestätigte Thomas.
Mit dem Abschied von Sahin und Türeci endet für BioNTech eine Ära. Ihr neues Unternehmen wird sich auf die mRNA-Forschung konzentrieren – gestützt durch Investitionen der Strüngmann-Brüder. Unterdessen spiegelt der BioNTech-Aktienkurs weiterhin die Unsicherheit der Anleger nach dem Führungswechsel wider.