Berliner Kult-Imbiss Ergüns Fischbude kämpft nach 32 Jahren ums Überleben
Antonio KlotzBerliner Kult-Imbiss Ergüns Fischbude kämpft nach 32 Jahren ums Überleben
Ergüns Fischbude droht nach 32 Jahren das Aus
Die bekannte Berliner Fischgaststätte Ergüns Fischbude steht vor der Schließung. Die Eigentümer erhielten von der Deutschen Bahn die Mitteilung, dass ihr Mietvertrag nicht verlängert wird. Stammgäste und Unterstützer hinterfragen unterdessen den Sinn einer kürzlich gestarteten Spendenaktion, die mit dem Betrieb in Verbindung steht.
Das Restaurant eröffnete 1992 in den historischen S-Bahn-Bögen nahe dem Bahnhof Bellevue und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für frischen Fisch. Aktuell hat es von Dienstag bis Samstag zwischen 16 und 21 Uhr sowie sonn- und montags von 16 bis 22 Uhr geöffnet.
Geschäftsführerin Mine Centinbas vermutet, dass die Kündigung des Mietvertrags auf Brandschutzmängel zurückgeht, die bei einer Begehung festgestellt wurden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Familie eine mögliche Verlegung des Standorts geprüft, sich aber für einen Verbleib am bisherigen Ort ausgesprochen. Ein konkretes Schließungsdatum hat die Deutsche Bahn bisher nicht genannt.
In ähnlichen Fällen arbeitete das Bahnunternehmen bereits mit lokalen Behörden zusammen, um alte Stationsgebäude neu zu nutzen. So wurden im Rahmen des Programms "Schöner Ankommen in NRW" stillgelegte Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen zu Begegnungsstätten umgestaltet. In Haltern am See entstand etwa eine "Vereinsstation" für lokale Initiativen, während in Neuss ein ehemaliger Bahnhof zu einem gemischten urbanen Quartier umgebaut wurde.
Die Zukunft von Ergüns Fischbude bleibt ungewiss, doch die Inhaber wehren sich weiterhin gegen die Schließung. Ob die Spendenaktion mit einem möglichen Umzug zusammenhängt, bestätigte die Deutsche Bahn nicht. Bis auf Weiteres bleibt das Restaurant an seinem angestammten Platz geöffnet – aktuelle Informationen gibt es unter www.erguns-fischbude.de.






