Berlin-Spandau: Aus Osram-Glaswerk wird moderner Wohn- und Arbeitsraum "Spektrum"
Antonio KlotzBerlin-Spandau: Aus Osram-Glaswerk wird moderner Wohn- und Arbeitsraum "Spektrum"
Ein großes Umnutzungsprojekt verwandelt das ehemalige Osram-Glaswerk im Berliner Bezirk Spandau
Unter dem Namen "Spektrum" entsteht auf dem Gelände ein 51,5 Meter hoher Turm, der dem Wohnraummangel für Fachkräfte entgegenwirken soll. Das Vorhaben verbindet Denkmalschutz mit moderner Architektur und schafft so flexible Arbeits- und Lebensräume.
Herzstück der Neugestaltung ist ein 15-stöckiger Turm an der Nonnendammallee, der mit 51,5 Metern Höhe künftig temporäre Unterkünfte für Techniker, Projektteams und andere Spezialisten bieten wird, die im Siemensstadt-Gebiet tätig sind. Bisher gibt es in der näheren Umgebung keine weiteren speziellen Wohnprojekte für diese Berufsgruppen.
Die Sanierung der denkmalgeschützten Bauten auf dem Gelände begann im Herbst 2025, wobei besonderes Augenmerk auf die originalgetreue Wiederherstellung der historischen Fenster an der Nordfassade gelegt wird. Das ehemalige Glaswerk ist nun Teil des "LUXWERK"-Komplexes, der für Produktion, Forschung und kreative Branchen umgenutzt wird.
Verantwortlich für das Projekt sind die Architekturbüros David Chipperfield Architects und Eike Becker_Architekten. Ihr Entwurf verbindet bewahrenswerte Elemente mit Neubauflächen und schafft so anpassungsfähige Räume für Arbeit und zeitlich begrenzte Wohnnutzung.
Der "Spektrum"-Turm und die gesamte Umnutzung sollen die fehlenden Wohnmöglichkeiten für Fachkräfte in Siemensstadt ausgleichen. Nach Fertigstellung wird das Gelände moderne Infrastruktur bieten – ohne dabei seine industrielle Vergangenheit zu verleugnen. Die ersten Bau- und Sanierungsabschnitte sind bereits in vollem Gange.






