Baden-Württemberg geht hart gegen illegales Tuning und Raserdriver vor
Bert HenschelBaden-Württemberg geht hart gegen illegales Tuning und Raserdriver vor
Polizei in Baden-Württemberg verstärkt Kontrollen gegen illegales Autotuning und rücksichtsloses Fahren über das Osterwochenende
Die Behörden im Südwesten gehen an Karfreitag, dem 3. April 2026, mit gezielten Streifen gegen die sogenannte Poser-Szene vor – eine Subkultur, die durch gefährliche Fahrmanöver und nicht genehmigte Fahrzeugumbauten auffällt. Es ist bereits das fünfte Jahr in Folge, dass sich das Bundesland an der bundesweiten Großrazzia gegen diese Verstöße beteiligt.
Ziel der Aktion ist es, illegale Straßenrennen, riskante Fahrweisen und unerlaubte Tuning-Maßnahmen im Vorfeld zu unterbinden. Die Beamten konzentrieren sich dabei auf bekannte Treffpunkte, an denen sich Tuning-Fans und Raserdriver regelmäßig versammeln. Die Bilanz der vergangenen Einsätze spricht für sich: Allein 2025 kontrollierte die Polizei über 19.000 Fahrzeuge, deckte tausende Verstöße auf und zog mehr als 1.400 Autos aus dem Verkehr.
Die Karfreitags-Kontrollen haben sich mittlerweile zu einer jährlichen Institution entwickelt, bei der jedes Mal hunderte Ordnungswidrigkeiten ans Licht kommen. Zwischen 2021 und 2025 beteiligten sich 15 der 16 Bundesländer an ähnlichen Aktionen – einzig Sachsen-Anhalt nahm nicht teil. Der verschärfte Kurs der Behörden ist auch eine Reaktion auf eine Reihe tödlicher Unfälle in Verbindung mit illegalen Rennen in den letzten Jahren.
Die Verantwortlichen kündigten an, die Maßnahmen weiter zu verschärfen: Mehr Streifen und härtere Strafen für diejenigen, die gegen das Gesetz verstoßen, sollen folgen. Das Ziel ist eindeutig: Gefährliches Verhalten unterbinden und die Risiken auf den Straßen während der reiseintensiven Feiertage minimieren.
Die Operation ist Teil einer bundesweiten Initiative, um illegales Tuning und rücksichtsloses Fahren konsequent zu bekämpfen. Durch strengere Kontrollen und die Fokussierung auf bekannte Brennpunkte will die Polizei die Zahl der Verstöße reduzieren und die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Ergebnisse der diesjährigen Aktion werden genau beobachtet – in der Tradition einer konsequent hohen Kontrolldichte der Vorjahre.






