Arbeitsmarkt im Wandel: KI drängt Routinejobs zurück – Handwerker bleiben gefragt
Bernd-Dieter RingArbeitsmarkt im Wandel: KI drängt Routinejobs zurück – Handwerker bleiben gefragt
Der Arbeitsmarkt befindet sich im Umbruch, da die Nachfrage nach bestimmten Berufen stark zurückgeht. Offene Stellen im Personalwesen sind um 19 Prozent gesunken, während die Ausschreibungen für akademische Fachkräfte in Industrieunternehmen um 22 Prozent einbrachen. Die Veränderungen spiegeln übergeordnete Trends wider – darunter die Auswirkungen generativer KI auf routinelastige Tätigkeiten.
Im Jahr 2025 verzeichneten Stellenanzeigen für Führungspositionen in Industrieunternehmen den stärksten Rückgang: Sie brachen um 30 Prozent ein. Auch akademische Fachkräfte sahen sich mit weniger Chancen konfrontiert, da die Ausschreibungen um 22 Prozent schrumpften. Gleichzeitig gingen die Vakanzen in Büro- und Verwaltungsberufen um 22 Prozent zurück.
Auch die Bau-, Handwerks- und Umweltbranche blieb nicht verschont und meldete einen Rückgang der Stellenausschreibungen um 14 Prozent. Fachkräfte mit beruflicher Ausbildung verzeichneten einen Rückgang um 8 Prozent bei den verfügbaren Stellen. Trotz dieser Einbußen bleibt der Arbeitsmarkt insgesamt angespannt.
Generative KI verändert die Nachfrage – vor allem bei Berufen mit hohem Routineanteil. Gleichzeitig steigt im Handwerk das Interesse an handwerklichem Können, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein – Eigenschaften, die sich schwerer durch Automatisierung ersetzen lassen.
Die Daten zeigen eine deutliche Verschiebung der Einstellungsprioritäten: Routinetätigkeiten geraten durch KI stärker unter Druck, während spezialisierte Handwerksberufe weiterhin gefragt sind. Zwar sind die Stellenangebote in vielen Bereichen zurückgegangen, doch der Arbeitsmarkt bleibt angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen wettbewerbsintensiv.






