17 June 2026, 17:37

3,5-Milliarden-Förderung für E-Autos: Warum chinesische Hersteller profitieren – und deutsche noch zögern

Händler: E-Auto-Subvention mainly goes to China

3,5-Milliarden-Förderung für E-Autos: Warum chinesische Hersteller profitieren – und deutsche noch zögern

Die 3,5-Milliarden-Euro-Förderung der Bundesregierung für Elektroautos sorgt für Diskussionen. Kritiker werfen dem Programm vor, vor allem ausländische Hersteller zu begünstigen – insbesondere chinesische. Händler verzeichnen seit Einführung der Subventionen einen deutlichen Anstieg der Verkäufe günstiger chinesischer E-Autos.

Die Förderung gilt für neu zugelassene Elektrofahrzeuge ab dem 1. Januar 2026. Käufer können je nach Modell und individueller Situation bis zu 6.000 Euro erhalten. Die meisten Fahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro stammen von chinesischen Marken.

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), widerspricht der Annahme, das Programm schaffe neue Nachfrage. Vielmehr würden vor allem bestehende Bestellungen abgearbeitet, statt frische Käufe anzuregen. In seinen eigenen Autohäusern hätten sich die Verkäufe chinesischer E-Autos im Mai mehr als verdoppelt.

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Weller schlägt Reformen der Förderung vor: Er plädiert dafür, auch Gebrauchtwagen einzubeziehen, das Ladenetz auszubauen und die Stromkosten zu senken. Zudem fordert er transparente Preise an Ladestationen – nach dem Vorbild der Mobilfunk-Roaming-Systeme.

Deutsche Hersteller sind im Segment zwischen 20.000 und 30.000 Euro noch nicht vertreten. Volkswagen wird mit dem ID.Polo, seinem ersten Modell in dieser Preisklasse, erst im September auf den Markt kommen.

Der 3,5-Milliarden-Fonds unterstützt derzeit die Neuzulassungen von E-Autos. Während chinesische Modelle das untere Preissegment dominieren, bereiten sich deutsche Marken auf den Wettbewerb vor. Die Debatte darüber, ob das Programm echtes Wachstum fördert oder lediglich ausstehende Bestellungen bedient, hält an.

Quelle