02 May 2026, 00:29

14,6 Millionen nutzen das Deutschlandticket – trotz steigender Preise

Große Gruppe von Menschen, die mit Schirmen die Straße entlanggehen, einige tragen Taschen und halten Schilder, mit Gebäuden auf beiden Seiten der Straße und einem Laternenmast im Vordergrund.

14,6 Millionen nutzen das Deutschlandticket – trotz steigender Preise

Deutschlands 49-Euro-Ticket verzeichnet stetigen Zulauf

Seit seiner Einführung im Mai 2023 verzeichnet das Deutschlandticket ein kontinuierliches Wachstum. Mittlerweile nutzen rund 14,6 Millionen Menschen das Monatsabo – ein Anstieg von knapp 11 Millionen zu Beginn des Jahres 2024. Das Angebot sollte den Öffentlichen Nahverkehr erschwinglicher machen und den Autoverkehr im Land reduzieren.

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Ursprünglich kostete das Ticket 49 Euro pro Monat. Anfang 2024 stieg der Preis auf 58 Euro, 2025 folgte eine weitere Erhöhung auf 63 Euro. Trotz dieser Preisanpassungen kletterte die Zahl der Abonnenten von 11 Millionen Anfang 2024 auf 13,5 Millionen zu Jahresbeginn 2025.

Fast die Hälfte der aktuellen Nutzerinnen und Nutzer fuhr zuvor nur gelegentlich mit Bus und Bahn. Lediglich 5 Prozent der Inhaber hatten vor Einführung des Tickets noch nie den Öffentlichen Verkehr genutzt. Dennoch zeigt das Angebot Wirkung: 2023 sanken die Autofahrten und CO₂-Emissionen um 5 Prozent, 2024 um 3 Prozent.

Umweltverbände fordern nun weitere Reformen. Sie setzen sich für einen bundesweiten Sozialtarif, kostenlose Fahrten für Kinder und ein Mobilitätsgeld ein, um noch mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Einige Verkehrsminister der Länder sowie Fahrgastverbände lehnen jedoch die geplanten Preiserhöhungen für 2027 und 2028 ab.

Mit 14,6 Millionen aktiven Nutzern bleibt das Deutschlandticket auf Expansionskurs. Zwar hat es bereits Emissionen gesenkt und die Abhängigkeit vom Auto verringert, doch die Debatten über Preisgestaltung und Zugänglichkeit sind noch nicht abgeschlossen. Künftige Anpassungen könnten entscheiden, wie sich das Ticket als zentraler Baustein des deutschen Verkehrssystems weiterentwickelt.

Quelle